KGV Theklaer Höhe e.V.
Tipps für den Garten
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Verfasst am 26.03.2025 um 05:15 Uhr

Tödliche Versuchung: Pestizide im Kleingarten – Gefahr für Bienen und Mensch


Stell dir vor, du schlenderst durch deinen Garten, die Sonne wärmt dein Gesicht, und der Duft von blühendem Lavendel liegt in der Luft. Bienen summen geschäftig von Blüte zu Blüte – fleißige Helfer, ohne die unsere Ernte dürftig ausfiele. Doch was, wenn genau dieser scheinbar harmlose Ort zur tödlichen Falle wird? Pestizide, insbesondere Neonicotinoide, machen es möglich.


Was steckt in den Pestiziden?

Viele Hobbygärtner greifen, oft ohne es zu wissen, zu Mitteln, die mehr Schaden anrichten, als sie nutzen. Neonicotinoide – eine Gruppe hochwirksamer Insektizide – lagern sich in Pollen und Nektar an. Das bedeutet: Jedes Mal, wenn eine Biene deine Blüten besucht, nimmt sie eine winzige Dosis Gift mit zurück in den Stock. Dort entfaltet es seine zerstörerische Wirkung: Orientierungslosigkeit, Schwächung des Immunsystems, schließlich der Tod des gesamten Bienenvolks.


Doch nicht nur Insekten leiden. Diese Substanzen reichern sich im Boden an, gelangen ins Grundwasser und können langfristig auch für den Menschen bedenklich werden. Der eigene Garten als Chemielabor – ist das wirklich das, was wir wollen?


Pestizidfrei gärtnern: Es geht auch anders!

Zum Glück gibt es Alternativen. Mischkultur, natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer oder Nützlingsstreifen mit heimischen Wildblumen sind effektive Methoden, um Schädlinge in Schach zu halten. Hast du es schon mal mit Brennnesseljauche versucht? Sie stärkt Pflanzen und vertreibt Läuse – ein echter Alleskönner aus der Naturapotheke.


Auch mechanische Maßnahmen wie Absammeln oder Netze können wahre Wunder wirken. Und wer einmal erlebt hat, wie sich ein blühender, pestizidfreier Garten mit Schmetterlingen, Bienen und Vögeln füllt, der wird nie wieder zur Giftflasche greifen.


Deine Verantwortung als Gärtner

Jeder Kleingärtner trifft täglich Entscheidungen, die weit über den eigenen Zaun hinaus wirken. Willst du Teil der Lösung oder Teil des Problems sein? Es liegt an dir, mit welchen Mitteln du dein kleines grünes Paradies pflegst.


Lass uns gemeinsam Verantwortung übernehmen – für unsere Gärten, unsere Umwelt und die Generationen nach uns. Denn ein blühender Garten ist nur dann wirklich lebendig, wenn er summt und brummt!


Mach den ersten Schritt: Verzichte auf chemische Pestizide und schaffe einen Garten, der Leben fördert – nicht zerstört.